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| Der Welpen erobert sein neues Heim |
In diesem Kapitel möchten wir den Haltern unserer Collies einige Denkanstösse geben, wie sie Ihren neuen Welpe in den ersten Wochen begleiten. Dies, um ein gutes Fundament zu schaffen um danach mit einem, in unserer Zuchtstätte sorgfältig aufgezogener Welpe, weiter zu Arbeiten. Wir stützen uns da vor allem auf die eigene Erfahrung, welche wir während der Aufzucht unserer diversen Hunde in den letzten über 25 Jahren gemacht haben. Wir sind auch beide Trainer im Hundeklub Bellach und konnten dort miterleben wie sich die verschiedensten Rassen vom Welpen, .zum Junghund und dann zum ausgewaschenen Hund entwickelten. Eine der wichtigsten Regeln ist, nehmen sie Ihren Collie wann immer möglich mit. Je mehr er Gelegenheiten er hat Neues kennen zu lernen umso besser wird sein Wesen. Aus diesem Grunde werden sie uns selten ohne mindestens einen unser Collies antreffen. Sie gehören zu unserer Welt, wie die Luft zum atmen. |
Wenn sie ein Welpe von uns übernehmen haben sie schon mindestens folgende Erfahrungen gemacht:
- Sie wurden Liebevoll und mit viel Respekt behandelt.
- Sie wurden in einer familiären Umgebung im Haushalt aufgezogen
- Sie kennen Haus und Garten in einer ländlichen Umgebung.
- Sie kennen unser Collie-Rudel mit 7 Erwachsenen Collies, vom nimmer müden Merlin bis zum gemütlichen Arthus.
- Sie kennen die Leine und haben die ersten ungezwungen Spaziergänge hinter sich
- Sie sind alle schon öfter im Auto mitgefahren, sowohl frei wie auch in der Transportbox.
- Sie haben schon fremde Wohnungen und Gärten besucht.
- Den Welpenspielplatz des Hundeklubs Bellach haben sie schon besucht.
- Sie haben die Geräusche der unterschiedlichsten elektrischen Geräte gehört, von der Bohrmaschinen über den Stabsauger bis zur elektrischen Stallentmistungsanlage unseres Nachbarn.
- Die Geräusche und der Anblick von Autos, Lastwagen, Motorräder, Mofas und Landwirtschaftsmaschinen sind ihnen bekannt
- Sie kennen Umwelteffekte sowohl optische wie auch akustische.
- Sie kennen den Umgang mit diversen Kindern und verschiedensten erwachsenen Personen.
- Sie hatten Kontakt zu andern Tieren, kennen Kühe, Schweine, Katzen, Schafe usw.
- Sie haben alle schon mindestens einen Stadtrundgang hinter sich, kenne den Strassenverkehr, Unterführungen, Bahnhof, Parkhaus, Lift, kleine Treppen usw.
- Sie haben schon verschiedenste Gebäude betreten mit den unterschiedlichsten Böden von Plastersteinen über Teppichböden bis zu glatten Steinböden.
- Sie tobten schon auf Wiesen, in Wäldern, an Bächen (fliesendes Gewässer) und den Ufern von Weihern und kleinen Seen (stille Gewässer).
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Grand Garçon Blue Di Cambiano mit 9 Wochen
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Grand Garçon Blue Di Cambiano und Magica Morgana Nera Di Cambiano. Der jüngste Collie in unserem Rudel übernahm immer die Betreuung des neunen Welpe. |
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Grundsätzliches
Nach der vollendeten 10 Woche kommt der Zeitpunkt an dem der Welpe sein kleines Rudel verlässt und sich aufmachen muss, die Welt zu erobern. Dies sind zwei Wochen zu spät, wie viele Verhaltensforscher bestätigen und wir aus eigener Erfahrung berichten können. Wir hatten nie Probleme mit der Umstellung ins neue Heim bei unseren 7 Collies, da wir sie entweder Ende der 8.Wocher übernahmen oder dann nach der 12 Woche. Der junge Collie ist in dieser Zeit (um die 10. Woche) meist in mitten der Furchtprägung und Belastungsphase (9-11.Woche) und die kann gerade in den ersten Tagen im neuen Heim zu Problemen führen. |

Möglichst viel Nähe und Zuneigng braucht der Welpe in den esten Wochen
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Aus der Sicht des Welpen betrachtet sieht das wie folgt aus, in der Verhaltensverbesserungsphase (7-9 Wochen) musste sich der Züchter verstärkt um den einzelnen Welpen kümmern, um ihm die Umstellung vom bisher gewohnten Hund-Hund Beziehung zur Hund-Mensch Beziehung zu erleichtern. Dadurch wir eine Bindung zum Züchter aufgebaut, der kleine Collie beginnt sein Urvertrauen in diejenige Bezugsperson, welche ihn zwischen der 8 und 10 Woche betreut, aufzubauen. Dieses Urvertrauen wird dann erstmals in der Furchtprägung und Belastungsphase (9-11.Woche) auf die Probe gestellt. Just zu dem Zeitpunkt in welcher der Kleine sie vertrautes Heim verlassen muss. Der verantwortungsvolle neue Hundebesitzer wird sich auf diesen Zeitpunkt gewissenhaft vorbereiten. Er wird sich im Internet, in der Literatur oder sonst wo orientieren was nun für den kleinen Welpe das Beste sein wird. Unweigerlich wird er da auf , die kynologischen Standarte-Aussprüche stossen "konsequent vom ersten Augenblick an", "was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr", usw. Dies wird dann manchmal in der ersten Welpenspielstunde von einzelnen Instruktoren |
noch verstärkt. Da wird bei den Neubesitzern oft die Angst geschürt, dass sie ihren Hund zu einem verwöhnten Plag heranzuziehen. Deshalb muss man mit ihnen von Anfang an konsequent und harsch umgehen. Da wird mit Pfui nicht gespart, der Hund MUSS .... Wo aber steht der Begriff Liebe, Zärtlichkeit, Verständnis? So etwas hört man eigentlich sehr selten.
Was MUSS der kleine Welpe denn? Er muss sich entwickeln. Der neune Besitzer muss ihm dabei helfen, die Welt zu begreifen und seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wir müssen lernen, dass der Welpe ein sehr gesundes Instinktpotential besitzt und sehr viel intelligenter ist als gemeinhin angenommen wird. In jeder Sekunde seines wachen Daseins lernt der Welpe dazu, er muss die mannigfaltigsten Erfahrungen machen können. Nutzen sie seine Neugierde und Verspieltheit, er trainiert jetzt fürs ganze, lange Collie-Leben. Seien sie besonders in den ersten Wochen wach und aufmerksam, geben sie ihm Gelegenheit neues zu lernen, sein neue Umgebung auszukundschaften. Behüten sie ihn nicht wie ein "Glucke" vor jeglicher Gefahr, sondern beobachten sie in und schreiten nur ein wenn es wirklich gefährlich sein könnte. Geben sie Ihm vor allem Zeit bei Ihnen anzukommen und sein Vertrauen in sie aufzubauen. Das Ur-Vertrauen wird sich
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Die wöchentliche Welpenspielstunde ist eine gute Möglichkeit den Welpe spielerisch mit andern Hunden zusammen zubringen. Sie solle eine Spielstunde sein, keine Erziehungsstunde |

Auch mal einen Verband anlegen, kann man in der Welpenspielstunde lernen . Magica Morgana Nera Di Cambiano mit Jsmine und Melanie . |
nur gegenseitig aufbauen, Ihre innere Einstellung wird im Halt geben, nicht Worte, sondern vor allem Gefühle wird ihr kleinerer Welpe interpretieren können.
Die Sache mit der Konsequenz
Konsequenz - ein oft verwendetes Wort, dessen Inhalt ebenso oft falsch interpretiert wird. Was heisst es mit einem Welpen Konsequent umzugehen? Halten sie einem Moment inne und überlegen sie sich was ihnen beim Wort Konsequenz in den Sinn kommt. Wenn ihnen nun Worte wie hart, streng, genau, zwang, grob in den Sinn kommen dann versuchen sie das Wort Konsequenz mal positiv zu interpretieren. Vielleicht kommen ihnen nun die Ausdrücke: Regeln, Leitplanken, regelmässige Abläufe, Routine, stabiles Umfeld, Voraussehbarkeit von Handlungen, immer gleiche Reaktionen usw. in den Sinn. Genau diese positiven Interpretationen des Wortes Konsequenz sind der Schlüssel zum Team Mensch-Hund.
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Konsequenz muss der Welpe nicht lernen, das ist er von Natur aus. Es ist der Hundehalter der Konsequenz lernen muss, das heisst, er muss von Anfang an Regeln aufstellen und sie zur Routine werden lassen. Wir sind es gewohnt, dass wir Regeln niederschreiben können, sie gut sichtbar hinzuhängen und jeder in unserem Umfeld hat sie zu lesen und sich daran zu halten. Wenn sie nicht eingehalten werden wird der Zeigefinger erhoben oder der Fehlbare sanktioniert. Da sie die Regeln selber aufgestellt haben, können sie diese auch nach belieben interpretieren und auslegen, ganz nach ihrem Gutdünken. Sie sind der Chef und die andern haben zu gehorchen. Dies funktioniert nur bei Menschen und da auch eher schlecht als recht. Hunde sind da etwas anders gestrickt, sie sind von Grund auf ehrlich und kennen berechnende Hinterhältigkeit nicht. Wenn sie für ihren Hund Regeln aufstellen, müssen vor allem sie, diese konsequent einhalten nicht der Hund. Ihr Welpe wird in jeder wachen Minute seines Lebens lernen, er wird sie unermüdlich beobachten, er lernt ihre Gefühle, Bewegungen und ihrer Stimmlage zu interpretieren. Er wird alles was ihm logisch erscheint |

Was gibt es schöneres als mit Welpen herum zu tollen.
Yvonne, Xenia Aurea Di Cambiano und
Winning Blue Star Di Cambiano.beim spielen im Di Cambiano-Zwinger von Maria Teresa Garabelli |
Glückliche Stunden in der Tsacana, Yvonne beim Welpenspiel bei Maria Teresa Garabelli (Di Cambiano) |
verknüpfen und speichern. Er wird nie unterscheiden zwischen den was ihm sein Herrchen beibringen will und dem was ihm sein Herrchen Vorlebt. Der grosse unterschied zwischen dem Lernverhalten von Mensch und Hund ist die absolute Ehrlichkeit und Konsequenz welche ein Hund in sich trägt. Ein Mensch kann im beruflichen Leben ganz anders sein als im privaten, die Hund wird jederzeit der gleiche sein er hat keine Masken.
Ein Welpe wird sie, ebenso wie ein Kleinkind, nie mit Absicht ärgern. Interpretieren sie menschliche Hinterlist nie in das Wesen eines Hundes, er kennt diese nicht. Wenn wir uns über unsern Hund ärgern so liegt die Schuld meist bei uns selber. Wenn sie dann Strafen, seinen sie konsequent und strafen sie sich selbst und nicht den Hund. Strafe heisst für den Hund, Angst haben. Angst ist die Urquelle für jedes schlechte Verhalten eines Hundes. Ein Hund hat von Grund auf nie ein schlechtes Wesen, das schlechte Wesen wird ihm von aussen anerzogen. Angst ist der aller schlechteste Lehrmeister sowohl für den Menschen wie auch für den Hund. Prägen sie sich die ersten Momente in welchen sie ihr Welpen in den Händen hielten tief ein. Speichern sie diese Gefühle, welche sie in diesen Momenten haben, sie werden geprägt sein von Liebe, Zärtlichkeit, Verständnis. Genau diese Gefühle sollten sie hochkommen lassen, wenn sie sich über ihren Hund ärgern. Nicht strafen, sonder innehalten und versuchen
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den Hund zu spüren. Entstand die kleinen "Pipi-Pfütze" auf dem Wohnzimmer Teppich vielleicht weil ich unachtsam war und die Zeichen welche mir mein Welpe aussandte nicht richtig interpretieren konnte? Liess ich den Schuh achtlos liegen und schenkte so meinen Welpen ein richtig tolles Spielzeug? Alte Socken eigenen sich toll um mit dem Welpen zu spielen und ihn zu animieren, neue aber auch? Es gibt da dutzende von Beispiele die eigentlich eine Strafe verdient hätten, so wie dies John Ross und Barbara Mc Kinney in ihrem Buch "Welpenkindergarten" (ISBN 3-440-037347-5) beschreiben haben:: "Man nehme eine zusammengerollte Zeitung und schlage sie sich heftig um die eigenen Ohren, weil man unaufmerksam war und nicht erkannt hat, dass der Welpe einen Löseplatz suchte und ich ihm nicht den geeigneten zugewiesen habe." Eine geniale Methode, sie werden sehen, ihr kleiner Welpe ist im unwahrscheinlich schnell stubenrein und dies nur wegen ihrer Konsequenz.
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Kuscheln auf der Kautsch, mancht natürlich nicht nur Welpen Spass |
Konsequente Erziehung - die Basis motivierten erwachsenen Hund
Ihr Welpe bringt ihnen freudig ihre neuen Pantoffeln ins Wohnzimmer. Machen sie es konsequent, wie sie öfter gelesen haben, lautes Pfui und kräftig am Nacken schütteln. Halbe Stunde später bringt ihnen ihr Welpe freudig die halb zerrissen Fernsehzeitschrift die auf dem Tischen lag. Machen sie es konsequent, lautes Pfui und kräftig am Nacken schütteln. Muttis teuere Lederhandtasche ist toll zu herumtragen, lautes Pfui und kräftig am Nacken schütteln. Endlich der kleinen hat es gelernt, er bringt nichts mehr Neues ins Wohnzimmer, erfolgreich durch strenge Konsequenz. Ein halbes Jahr später auf dem Hundeplatz .. Ihr Hund will einfach nicht apportieren, dummer Hund am besten Schnauze aufs "Aporteli" drücken und wenn er es nicht nimmt kräftig am Nacken schütteln. Bis in einem Jahr oder zwei wird er vielleicht zaghaft den Aportiergegenstand aufnehmen. Ist halt ein dummer Hund der nicht apportieren will... |
Xenia Aurea Di Cambiano mit 9 Wochen auf wem Welpenspielplatz. |
Ein kleine überspitzte Situation welche ich jedoch in ähnlicherweise Weise regelmässig auf dem Hundeplatz erlebe. Ganz unbedacht werden dem Welpen Dinge beigebracht, welche später mit viel Aufwand und Mühe überdeckt werden müssen. Ich sage hier absichtlich nicht abtrainiert, sondern überdeckt werden. Denn die Grundprägung der ersten Monate ist tief im Welpen verankert und lässt sich nicht mehr löschen sondern höchstens überdecken. Hier wurde ein Welpe für einen Handlung bestraft, welche von ihm ein halbes Jahr später gefordert wird. So eine Logik kann nur der intelligente Mensch entwickeln, die "Krone der Schöpfung". Spass bei Seite, versetzen sie sich öfter mal in die Welt ihres Welpen und schauen sie die Welt aus seiner Perspektive an. Ich bin unseren Collies unsagbar dankbar, dass ich durch Beobachtung ihres Verhaltens sehr viel gelernt habe welches mir nicht nur im täglichen Umgang mit Hunden sonder auch mit Menschen einsetzen kann. Nehmen sie sich Zeit die wunderbaren Welt der Collies zu beobachten wir können da viel lernen. |
Das leidige Nackenschütteln und der Schnauzengriff
Ich erwähnte oben das Nackenschütteln, es geistert immer wieder in der Fachliteratur und in Kreisen von Hundetrainer als geeignete Strafen umher. Meist mit dem Argument, dass dies eine Hündin bei ihren Welpen anwendet. Ich persönlich sah niemals eine Hündin ihren Welpen strafend im Nacken packen und schütteln. Es ist ein Ammenmärchen, kein Canide wird seine Welpen oder Rudelgenossen mit einem Todesgriff strafen. Der Nackenbiss mit anschliessendem Schütteln ist eine Tötungsmethode der bei Wölfen angewendet wird. Schon der harte feste Griff zum Nacken kann Todesängste auslösen und zu unberechenbaren Reaktionen führen. Kommt noch ein schütteln dazu geht der Urinstinkt im Hund von einer Tötungsabsicht aus und versetzt ihn in Todesängste. Vermeiden sie deshalb den Welpen am Nackenfell zu schütteln, diese dramatische Strafe wird in ihm einen tiefen Eindruck hinterlassen und er lernt höchstens, dass sie ein unberechenbares Wesen sind, dass zum ergriffen von tödlichen Massnahmen bereit ist. Vertrauen bauen sie so sicherlich nicht auf. |

Grundlage für jede Hundehaltung ist ein guten, tiefe Beziehung Mensch-Hund. Es braucht gegenseitges Vertrauen und Respekt. Yvonne beim spielen mit dem ganzen Rudel. |
Glückliche, dynamisch Collies in Aktion....was gibt es schöneres. |
Wenn sie den Welpen aus irgend einem Grunde am Nacken nehmen müssten, ich kam auch schon in die Situation bei erwachsenen Hunden, dann kurz und möglichst sanft, ein fester Griff mit hochheben oder sogar schütteln sollten sie unterlassen. Sie kennen nun die Interpretation für den Hund.
Eine Massregelung wie sie Hunde kennen ist der so genannte Schnauzengriff. Es ist ein absolutes Dominanzzeichen wenn ein Hund diesen anwendet. Er wird auch von der Hündin bei den Welpen angewendet, als härtere Massregelung für den Welpen. Seinen ist deshalb vorsichtig mit seiner Anwendung, der Hund kann es leicht als Übergriff werten und sich dagegen wehren. Je weniger tief die Beziehung zu einem Hund ist oder der Hund in starker Ablenkung ist, besteht die Gefahr sie gebissen werden. Beachten sie solche grundlegenden Verhaltensweisen von Caniden. Zu jeder Partnerschaft gehört die Verständigung. Nehmen sie sich die Zeit ihren Collie zu beobachten, er macht es mit ihnen auch und das sehr intensiv. |
Geben sie ihrem Welpen die Chance ein Welpen zu sein
Die Welpenzeit ist sehr kurz, sie dauert etwa bis zur 16. Woche. Der Welpe lernt in dieser Zeit am leichtesten. Unter lernen verstehe ich jetzt nicht Erziehen. Lernen heisst für den Welpen Erfahrungen sammeln und verarbeiten. Eine der wichtigsten Erfahrungen welche ihr Welpen in dieser Zeit lernen muss ist, dass er zu seinen Bezugspersonen (Rudelführer) Vertrauen haben kann. Er muss ein Urvertrauen aufbauen können, eine tiefe Beziehung zu seinen oder zu seiner Bezugsperson/en. Dies ist die aller wichtigste Aufgabe, welche sie als Besitzer |
in der ersten Zeit zu bewältigen haben. Erreichen sie dieses Ziel werden sie später wenig Probleme mit der Erziehung des Junghundes haben. Manche Hundeexperten werden wohl graue Haare bekommen, wenn ich sage, dass ich mit jedem Welpen auf dem Sofa gekuschelt habe. Welpen brauchen Nähe, Geborgenheit, Wärme.. Deshalb glaube ich, dass es einem Welpen weniger schadet wenn er mit mir auf dem Sofa kuscheln kann und ich ihm erst später lerne, dass es die Zweibeiner das Privileg aufs Sofa haben. Dies habe ich in den über 20 Jahre Collie-Haltung immer erfolgreich praktiziert
Anmerkung: Heute leben immer mehre Collies mit uns im Wohnbereich und so haben wir und auch eine entsprechende Einrichtung zugelegt. Kunstleder Polster sind einfacher zu reinigen als empfindliche Ledersessel. Wir haben Möbel, welche bei uns keine Herzkiese auslösen, wenn ein Welpe sie mal kurz seine Zähnchen ausprobiert. Wie leben lieber in einer einfachen Umgebung mit Collies als in einer luxuriösen ohne unsere Lieblinge. Wer uns besucht, sollte besser keine Antipathie gegen Hunde haben und wenn es so ist das nicht unser Problem. |

Kuscheln auf der Kautsch gehört für mich dazu, es hat noch keinem unser Collies ernsthaft geschadet..... |
Alischa und Avalon of Yven Collis beim schmusen |
Der oben erwähnte Spruch "Was Hänschen nicht lernt..." bekommt bei uns erst nach der 16. Woche seine bedingte Gültigkeit, denn ein Hund wird sein ganzes Leben dazu lernen. Der Jungcollie wird dann konsequent erzogen, das heisst wir bemühen uns immer sofort zu reagieren und immer gleich. Dies sowohl bei Lob wie auch Tadel. Konsequenz darf sich nie nur auf Verbote beziehen, sondern ebenso auf Lob und Zuneigung. Positive Bestärkung ist das Zauberwort einer gesunden und nachhaltigen Hundeerziehung, Mehr dazu im Kapitel Junghund, denn beim Welpen ist Liebe und ehrliche, offen Zuneigung das Wichtigste, nur so werden sie dem Hund, das Urvertrauen geben können, welches sie brauchen um den Junghund, dann artgerecht und positiv erziehen zu können. Mit Liebe und Zuneigung wurde ein Hund noch selten verdorben, im Gegensatz zur Strenge und Härte.
Geniessen sie die wenigen Wochen, in welche sie einen Welpen haben. |
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