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| Collie Eye Anomaly - CEA - Eine schwere Bürde für die Colliezucht |
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Die "Collie Eye Anomaly" ist eine angeboren, erbliche Anomalie, welche sich in einer Vielzahl von Veränderungen der Retina, der Aderhaut (Chorioidea), der Lederhaut (Sklera), des Sehbereichs am Sehnerves und der Blutgefässe an der Netzhaut (Retina), manifestieren kann. Einfach gesagt es ist eine Anomalie welche den Augenhintergrund betrifft. Sie tritt vermehrt beim Rough und Smooth Collie auf und bei den ihnen artverwandten Rassen, wie bei Shelties, Australian Shepherds, Bearded Collies und Border Collies. Von einer Veränderung des Augenhintergrunds bei einem Wolfshund und einem Schottischen Schäferhund berichtete G. Schleich bereits 1893 in einer Zeitungspublikation. Die damals erkannte Veränderung fand man auch in Nord-Amerika,
wobei das Problem fast ausschliesslich in den Rassen der Kurz- und Langhaar-collies sowie der Shelties auftrat. |
Ein Jahr später, 1894 hatte Max Feer seinen ersten Collie-Wurf in der Schweiz, mit seinen aus England importierten Collies. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist diese Anomalie seit Beginn der Collie-Zucht präsent. Das zeigt auch die Verbreitung von CEA in den bereits erwähnten anverwandten Rassen. Dass es heute einzelne freie Exemplare gibt, ist vielleicht nur den Einkreuzungen anderer Rassen zu Beginn der Colliezucht zu verdanken. Dies würde auch den enormen Verbreitungsgrad (über 60% der Population) von CEA erklären.
Die Entwicklung dieser Anomalie beginnt bereits um den 30. Embryonaltag und hat ein bilateralasymmetrisches Erscheinungsbild. Das heisst, dass es immer in beiden Augen auftritt, wobei der Grad der Anomalie bei beiden Augen unterschiedlich sein kann. Positiv zu werten ist, dass sich die Anomalie nicht progressiv verhält, sondern dass sie sich im Verlauf das Lebens nicht verändert. Höchstens In ihrer schlimmsten Form, der ausgedehnten Netzhautablösung, können intraokuläre Blutungen auftreten, was zur Erblindung in den ersten zwei Lebensjahren führen kann. Diese schlimmste Form der CEA ist sehr selten, gemäss Statistiken erblinden von 1000 Collies maximal 4 - 5 Tiere, wobei hier auch andere Gründe wie zum Beispiel Unfall, Diabetes oder andere erbliche Augenkrankheiten wie PRA und Katarakt mitgezählt sind. Zur Beruhigung aller Collie-Halter zeigen |
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| 1 Lederhaut (Sklera) |
5 Sehbereich |
| 2 Aderhaut (Coroid) |
6 Linse |
| 3 Netzhaut (Retina) |
7 Hornhaut |
| 4 Sehnerv |
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Bild 1: Schnitt durch das Auge |
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Bild 2: Der erste in der Schweiz gezüchtet Collie von Max Feer kam im Jahr 1894 auf die Welt, Ein Jahr nachdem eine Anomalie im Augenhitergrund des Collies erstmals erwähnt wurde. |
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neuesten Erkenntnissen, dass die allermeisten CEA-befallenen Hunde, ein unbeschwertes Collieleben führen und nur jeder hundertste, eine Beeinträchtigung der Sehkraft hat (hier sind auch die enthalten, die nur eine geringe Beeinträchtigung der Sehkraft erleiden).
Einteilung in Schweregrade
Da die CEA in vielen verscheiden Ausprägungen vorkommt, wurde bereits 1965 versucht, die unterschiedlichen Erscheinungsbilder in Schweregrade einzuteilen. Die Herren Donovan und Wyman erstellten eine Schema mit 5 Befallsgraden. Diese Einteilung findet heut noch Verwendung. |
Charakterisierung der typischen CEA-Veränderungen:
| 1. Grad: |
unregelmäßige bzw. übermäßige Schlängelung der Blutgefässe in der Retina (Tortuitas vasorum) |
| 2. Grad: |
Pigmentverlust (Choroidale Hypoplasie
(CRH)) |
| 3. Grad |
Auswölbung des blinden Flecks (Staphylom, Ektasie, Kollobom) |
| 4. Grad |
teilweise oder vollständige Netzhautablösung |
| 5. Grad: |
Blutungen im Augeninneren |
Auswirkungen der verschiedenen Schwergrade für den Hund:
| 1. + 2. Grad: |
Das Tier hat nie Probleme. |
| 3. Grad: |
Das Tier hat, wenn überhaupt, eine geringe Sehschwäche |
| 4. Grad: |
Das Tier hat an den abgelösten Stellen einen sogenannten blinden Fleck, das heisst, dass das Sehfeld eingeschränkt ist. Bei grossflächiger Ablösung ist Blindheit möglich. |
| 5. Grad: |
Hier ist das Tier auf dem befallenen Auge blind. Tritt aber praktisch nie in beiden Augen auf |
Kurze Beschreibung der einzelnen Grade
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| 1. Grad: Tortuitas vasorum
Die CEA-Anomalie im ersten Grad wird als "Tortuitas vasorum" be-zeichnet. Es ist ein unregelmässige Verdrehung und Schlängelung der Netzhautgefässe. Dieses Erscheinungsbild wird auch nur von einem Teil der Experten der CEA zugeordnet, andere sprechen hier von einer Rasseneigentümlichkeit der Collies. Es ist oft schwer, zu entscheiden, wo beim Collie die "normale" Krümmung der Adern beginnt und wo die "übermässige" Verdrehung der CEA beginnt. Das macht eine sicherer Diagnose auch so extrem schwierig, Tatsache ist jedoch dass bei Testpaarungen Collies mit abnormen Gefässveränderungen gepaart mit CEA-Befallene Partnern, in der Nachzucht immer 100% CEA-Betroffene Tiere hervorbrachten. Wir haben also in diesem ersten Grad, welcher nur sehr schwer erkannt werden kann, alles befallene Tiere welche die Anomalie auch entsprechend weitervererben. |
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Bild 3: Ein CEA-Freier Augenhintergrund |
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2. Grad:
Chorioretinale Hypoplasie (CRH)
Der zweite Grad der CEA zeigt sich einer Aufhellung kleinere oder grössere Bezirke des Augenhintergrunds. Diese Ausprägung der CEA hat verschieden Bezeichnungen, sie wird meist als "Choroidale Hypoplasie" (CRH) bezeichnet, wobei die Bezeichnungen "Chorioretinale Dysplasie" (CRD) und "Chorioretinale Hypoplasie" ebenfalls in der Fachliteratur Verwendung finden. Die blassen Gebiete des Augenhintergrundes, ergeben sich durch ein schwach entwickeltes Tapetum lucidum. Es ist dies eine reflektierende Schicht die sich hinter der Netzhaut des Auges vieler nachtaktiver Tiere (z.B. bei Katzen und Hunde) befindet. Die Schicht spiegelt das Licht, das die Netzhaut bereits passiert hat, nochmals zurück, so dass die Sinneszellen ein zweites Mal gereizt werden, was das Sehvermögen in Dämmerung und annähernder Dunkelheit stark verbessert. Durch die schwache Entwicklung des Tapetum lucidum kann es sein, dass an gewissen Stellen die Lederhaut, die Chorioidale- und die Netzhautgefässe sichtbar werden. Der Verlauf der arteriellen Gefässe ist unregelmässig, mit starken Windungen, wobei die Gefässe selbst erweitert und in ihrer Zahl verringert sind. Es wird angenommen, dass die blassen Gebiete der Netzhaut und der Aderhaut einer schwachen Entwicklung und/oder dem Fehlen der Pigmentierung zuzuschreiben sind.
Die chorioretinale Hypoplasie wird als die häufigste Erscheinung und das sicherste Anzeichen zur Diagnose der CEA bezeichnet. Während DoNOVAN und WYMAN (1965) das Auftreten dieser Form der CEA mit 75% aller betroffenen Tiere angeben, werden später Grössenordnungen von 85% (WALDE 1980) und 90% (DoNOVAN et al. 1969) genannt.
Chorioretinale Dysplasie allein scheint gemäss klinischen Tests das Sehvermögen des Hundes nicht zu beeinträchtigen, und bleibt auch während des ganzen Lebens der Collies stabil und verändert sich nicht. |
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Bild 4+5: Augenhintergrund mit der CRH-Anomalie |
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3. Grad
Kolobom, Ektasie oder Staphylom
Die CEA zeigt sich in ihrem 3. Schwergrad mit grubenähnlichen Vertiefungen im oder um den Kopf des Sehnervs. Das Kolobom ist die dritt häufigste Veränderung der CEA. Der Befund ist durch den Ophthalmologen gut erkennbar und man kann davon ausgehen, dass es, im Gegensatz zu der Befallrate der ersten zwei Grade, eine viel geringere Dunkelziffer in der Diagnose gibt. Man geht hier von einer Befallrate von durchschnittlich 20% -30% aus. Beim Kolobom handelt es sich um Defekte an der Rückwand des Augapfels, welche sich durch weiss oder grau abgegrenzte halbmondförmige Spalten oder Vertiefungen im Papillenbereich des Sehnervs und des angrenzenden Augenhintergrundes zeigen. Sie treten häufig parallel mit chorioretinalen Hypoplasien auf, aber selten in beiden Augen gleichzeitig. Je nach Grösse und Tiefe der Spalten können Kolobome zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens führen. Bei klinischen Tests konnten bei einigen Hunden mit einem grösseren Kolobom Beeinträchtigungen der Sehkraft in abgedunkelten Räumen festgestellt werden, bei Tageslicht hingegen nicht. Kolobome treten im Verhältnis zu chorioretinalen Hypoplasien zwar seltener auf, sind jedoch die schwerwiegendere Veränderung. Eine weitere, mögliche Manifestation der CEA ist das Staphylom, eine zystenähnliche, verdünnte Lederhaut, die durch abweichende Netzhaut und Aderhaut begrenzt wird. Obwohl Kolobom/Staphylome möglicherweise auch unabhängig von CEA vererbt werden können, treten sie durchweg in Verbindung mit CEA auf. Eine Studie hat gezeigt, dass 34% der mit CEA befallenen Collies Staphylome hatten. Die Ektasie (ebenfalls eine den Kolobom ähnliche Vertiefung) der hinteren Sklera und Atrophie der Aderhaut kann zu degenerativen Veränderungen der Netzhaut führen.
Besondere Beachtung sollte dem Kolobom, dem Staphylom oder der Ektasie jedoch im Zusammenhang mit Netzhautablösungen geschenkt werden, da sie, wenn in grossem Umfang vorhanden, als Prädisposition für einen Netzhautablösung angesehen werden können und somit indirekt zur Erblindung des Hundes führen könnten, deshalb sollten evtl. Nachuntersuchungen durchgeführt werden.
Alle dem dritten Grad zugeordneten Anomalien sind im Normalfall stabil und bleibt das ganze Leben unverändert. Der Hund hat also mit zunehmendem Alter keine grössere Beeinträchtigung zu erwarten. |
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Bild 6+7: oberes Bild grosses Kolobom unten kleineres Kolobom |
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4 Grad: Netzhautablösung (Ablatio retinae)
Der sehr selten auftretende vierte Grad der CEA ist die Netzhautab-lösung. Sie führt auch zu einer Beeinträchtigung der Sehkraft bei Collies. Häufig tritt sie partiell an der Grenze zur Sehnervpapille auf, seltener ist eine totale Netzhautablösung. Nur in ganz seltenen Fällen tritt sie in beiden Augen auf, was, bei einer sehr ausgedehnten Ablösung, zu völliger Blindheit führen kann. Die Netzhautablösung kann schon bei Welpen im Alter von 5-6 Wochen auftreten oder aber als Folgeerscheinung aus grossen Kolobomen Staphylomen oder schwer-wiegender Ektasien bei älteren Hunden entstehen. In den meisten Fällen trifft es Hunde bis zum Alter von 12 Monaten. Die Häufigkeit wir in der Literatur zwischen 4%-6% angegeben. Die Netzhautablösung tritt immer im Zusammenhang mit einem Kolobom/Staphylome und ist eine mechanische folge daraus. Ein Collie ohne ein Kolobom/Staphylome wird aus diesem Grunde auch nie von einer Netzhautablösung befallen sein. Geschichten, dass bei einem leicht befallener Collie (1+2 Grad) eine Netzhaurtablösung auftreten kann, gehören erwiesenermassen in die Welt der Fabeln und sind ausnahmslos Falsch.
5. Grad: Netzhautablösung mit intraokuläre Blutungen (Intraokuläre Hämorrhagien )
Die Intraokuläre Hämorrhagien ist eine Netzhautablösung mit intraokuläre Blutungen. Ursache solcher Blutungen kann u.a. eine rein mechanische Schädigung der retinalen Blutgefässe aufgrund einer Netzhautablösung sein. Blutungen im Augeninneren treten mit einer Befallshäufigkeit von 0,5% bis 1% auf und sind damit seltener als alle anderen CEA-typischen Veränderungen. Das Auftreten im Bezug auf das Alter der Hunde, entspricht der Netzthautablösung. |
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Bild 8 + 9: Aufnahme einer Netzhautablösung (Ablatio retinae) |
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Die Grade 4 und 5 sind die schwerwiegenderen Formen der CEA, die bei wenigen Fällen zur Blindheit führen können. sie treten dann meist nur auf einem Auge auf und betreffen unter 10% aller Kolobom/StaphylomeFälle auf. Gesehen auf die Gesamtpopulation ist die Befallraten unter 0.8%. |
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Verbreitung der CEA
Über den Verbreitungsgrad der CEA gibt es sehr unterschiedliche Zahlen. Ein Hauptgrund dafür ist die teilweise recht schwierige Diagnose der Anomalie. Wir haben zum einen Teil die am leichtesten befallen Hunde, den Grad 1, er ist kaum zu erkennen. Auch für den erfahrenen Ophthalmologen ist es enorm schwierig abzuschätzen, ob die unregelmässige Verdrehung und Schlängelung der Netzhautgefässe nun der CEA zugeordnet werden können oder ob es sich um ein nicht befallenes Auge handelt und der Collie somit CEA frei ist. Auch um den 2. Grad sicher zu erkennen braucht es sehr viel Routine, so zeigte eine Studie aus Deutschland dass die Erkennungsrate extrem von der Anzahl Hunde abhängig ist, die eine Ophthalmologen im Jahr untersucht. Zum anderen Teil gibt es noch das Phänomen der "Go Normals". Herr Rubin verwendete 1974 erstmals diesen Begriff für Welpen, die im Alter von 7-9 Wochen eine leichte Form der chorioretinalen Hypoplasie zeigten, diese mit zunehmendem Alter aber nicht mehr zu diagnostizieren war. Obwohl diese Tiere vom Genotyp her homozygot CEA-betroffen sind, kann ihr Fundus zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr von dem eines freien Tieres unterschieden werden. Für das Auftreten dieser "Go-normals" wurden in Norwegen Größenordnungen von 68% und in Deutschland von 48,8% angegeben. Ein weiteres Problem für die ophthalmologische Untersuchung stellen die Merle-Tiere dar, die oft einen unpigmentierten Fundus haben und bei denen sich CEA nur in Form von leichten chorioretinalen Hypoplasien äussert. So können von ungeübten Untersuchern leicht CEA-Anzeichen übersehen werden und betroffene Tiere als frei eingestuft werden oder umgekehrt.
Es gibt somit viele Unsicherheiten bei der Diagnose von CEA, so ist es nicht verwunderlich, dass die selben Tiere welche in Abständen von wenigen Tagen bei verschiedenen Ophthalmologen untersucht wurden, auch verschiedene Befunde ausweisen. Gerade bei den leichten Fälle Grad 1 und 2 gibt es aus den erwähnten Gründen sehr viele Fehldiagnosen. Sie sind es, welche den Hauptanteil der CEA-Anomalie ausmachen was uns die verschiedenen Statistiken zeigen. Streicht man die tiefsten (40.6%) und höchsten (97%) Werte, kann man von einem Befall zwischen 63.3% und 86.5% ausgehen. Eine Studie von Bedford, Vet Record, 1982 spricht von einem Befall von 60% - 70% ( http://www.collieeye.org.uk/pages/control.html ). Eine Langzeitsudie des CERF (Canine Eye Registration Foundation ) aus den USA zeigt folgendes Resultat:
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CEA-Häufigkeiten gemäss CERF Augenuntersuchung in den USA 1991 bis 1999 |
| Rasse |
Grad 1 + 2
Choroidale Hypoplasie |
Grad 3
Kolobom |
Grad 4
Netzhautablösung |
| Langhaar- und Kurzhaarcollie |
66.7% |
8.75% |
1.88% |
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Gemäss den statistischen Zahlen des SCC ist es in der Schweiz so dass:
- Bis zur 8. Woche untersuchte Welpen sind zwischen 63.3% und 68.4% Hunde befallen.
- Bis zur 11 Woche untersuchte Welpen sind zwischen 28% und 33% Hunde befallen.
Da es sich hier um ophthalmologische Untersuchungen handelt, mit der bereits erwähnten Unsicherheit der Resultate, muss man davon ausgehen, dass die Ausbreitung von CEA höher als 70% ist. Nach Auskunft von Ophthalmologen traten in der Schweiz seit den 80er Jahren keine schweren Fälle von CEA, das heisst Netzhautablösungen, mehr auf.
Wir recherchieren nun bereits über zwei Jahre und fanden noch keinen Collie mit FCI-Papieren der nachweislich wegen CEA erblindeten ist. Kennen sie einen solchen Fall? Melden sie ihn uns, wir werden ihn mit der nötigen Diskretion behandeln, wären aber froh um ihre Mithilfe. Die Mär von den armen, blinden CEA-Collies wird leider immer noch in gewissen Kreisen verbreitet, wir sind jedem Hinweis nachgegangen, doch immer verlief die Suche im Sande. |
Gen-Forschung könnte bald einen Durchbruch bringen
Neuste Genforschungsprogramme scheinen immer mehr denjenigen Wissenschaftler recht zu geben, welche seit Jahren vermuten, dass der 3 Grad und die folgenden Grade der CEA unabhängig von 1 und 2 Grad genetisch weiter vererbt werden. Hoffen wir, dass es in den USA rasch gelingt, die Genmarker für den Kolobom/Staphylom zu finden und somit den Nachweis erbracht würde, dass CRH und das Kolobom getrennt vererbt wird. Aus diesem Grund sind in den letzten Jahren die Kolobom-Fälle merklich zurückgegangen, im Gegensatz zum 1. und 2. Grad welche seit Jahren die selbe Verbreitung aufweisen. Sollte es sich in nächster Zeit genetisch nachweisen lassen, dass die Auslöser für den 3. 4. und 5. Grad der CEA durch andere Gene betroffen sind, wäre endlich die Harmlosigkeit der CRH (1. und 2. Grad) bewiesen. |
Optigen, die Firma welche den Gentest anbietet, veröffentlichte bereits vor einigen Jahren auf ihrer Homepage folgende Feststellung:
Over the last 30 years, many animals have been examined and those with only mild CEA (no colobomas or detachments) have been selected for breeding. The result is the percentage of collies affected with choroidal hypoplasia remains high, but the severe grades of the disease (colobomas and retinal detachments) have decreased due to this conscientious breeding.
Even though the ideal recommendation is to breed genetically normals, preservation of other desirable physical traits might override the ideal in the short-term. Reduction or even elimination of the CEA/CH mutant gene can be viewed as a longer-term goal. You should consult with your breed club for further breeding recommendations.
Über die letzten 30 Jahren wurden viele Tiere untersucht und diese mit nur der milden Form der CEA (keine Kolobome oder Ablösungen) wurden zur Zucht herangezogen. Das Resultat ist, dass der Prozentsatz der Collies, die von CH betroffen sind hoch bleibt, aber die schweren Grade der Erkrankung (mit Kolobomen und Netzhautablösung) nahmen durch diese gewissenhafte Zucht ab.
Obwohl die ideale Empfehlung die ist, generell nur normale Hunde zu züchten, muss die Erhaltung von anderen erstrebenswerten physischen Eigenschaften dem Ideal kurzfristig voranstehen. Reduzierung oder gar Ausrottung des mutierten CEA / CRH Genes kann als langfristiges Ziel angesehen werden. Sie sollten sich mit ihrem Zuchtverband für weitere Zuchtempfehlungen in Verbindung setzen. |
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.....Instead, there are probably other independently acting "modifier" genes that influence CEA/CH gene expression. If that is so, eventually these modifier genes will be detected, although the chore will be difficult. Possibly, by choosing mildly affected dogs and avoiding severely affecteds in a breeding program, breeders have concentrated positive influencing independent modifier genes in their line. The CEA/CH gene frequency may not have changed, but the disease may be partially suppressed as long as the modifying genes are carried along. This is a risky approach, since the identity of those influencing genes - indeed even their number and action - is a complete unknown.
...Stattdessen gibt es wahrscheinlich andere unabhängige "Modifizierer" Gene, die den Ausdruck des CEA / CH Genes beeinflussen. Wenn dem so ist, werden diese modifizierten Gene eventuell entdeckt, obwohl die Arbeit schwer werden wird. Möglicherweise haben Züchter durch den Einsatz von mild betroffenen Hunden und die Vermeidung von schwer betroffenen Hunden im Zuchtprogramm eine Ansammlung von positiven modifizierender Gene in ihren Linien erreicht. Die CEA / CH Genfrequenz hat sich vielleicht nicht geändert, aber die Anomalie könnte teilweise unterdrückt werden, so lange die modifizierenden Gene vorhanden sind. Das ist ein risikoreicher Ansatz, dadurch, dass die Identität der beeinflussenden Gene - und zwar ihre Anzahl und Aktivität - komplett unbekannt ist. |
Die gesamte Übersetzung des Optigen Textes finden sie unter diesem (Link). So kann sich jeder selbst ein Bild machen, wie sinnvoll kurzfristige Massnahmen sind. In unseren Kontakten zu Optigen wurden uns diese Sachverhalte auch immer bestätigt. Wir bemühen uns auch den andern Bericht von Dr. Gregory Acland welchen sie ebenfalls auf der Optigen Seite finden (Link) in den nächsten Tagen zu übersetzen. Darin kann man lesen, dass Reihenuntersuchungen in Schweden an 8204 Collies gezeigt haben, das sich die CEA mit alle grössten Wahrscheinlichkeit nicht autosomal sondern polygenisch Weitervererbt. Was heissen würde, dass die ganzen Strategien zur Bekämpfung der CEA ganz neu überdacht werden müssten, da wir es mit einer Gruppe von Genen zutun haben wie beim der HD. |
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Wegen der CRH muss kein Collie eine Brille tragen
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Belegte Tatsachen:
- Die CRH, milde Form der CEA, beeinflusst das Sehvermögen des Collies nicht im Geringsten und die Zahlen über ihr auftreten sind in allen Langzeitstudien gleich bleibend oder steigend. Die meisten Länder erlauben direkt oder indirekt die Zucht mit CRH-Hunden uneingeschränkt.
- Das Kolobom, welches in seltenen Fällen zu einer Erblindung durch einen Netzhautablösung führen kann, nimmt in allen Langzeitstudien stetig ab. In vielen Länder die Zucht mit Kolobom befallen Collies untersagt.
Daraus kann man folgende Schlussfolgerungen ziehen:
- Die CEA wird nicht autosomal sondern polygenisch weitervererbt. Dazu kommt, dass die Zahlen beweisen, dass der Kolobom-Befall im Gegensatz zur CEA stetig abnimmt und somit auch nicht gleich weitervererbt wird. Wir haben somit völlig unterschiedliche Vererbungen.
- Wird nur mit der milden Form der CEA gezüchtet, so wir die Häufigkeit der Kolobom befallenem Hunde weiter abnehmen. Die Grösse des Genpool bleibt dabei erhalten, da der Kolobom-Befall heute schon unter 8% gesunken ist.
- Die Mär von den blinden CRH-Collies hat denselben Wahrheitsgehalt wie die jahrelange herumgebotene Aussage, dass Bluemerle Collies schlechter sehen und hören.
- Der Gesundheit der Rasse zu liebe, ist es notwendig alle Zuchteinschränkungen von CRH befallen Collies aufzuheben.
- So lange die von Optigen erwähnten Unsicherheiten, des GEN-Markertest bestehen (siehe Grenzen des Gentest), darf er keinen Einfluss auf die Zuchttauglich eines Collies haben.
Es wird die Zeit kommen, da wird man solche wissenschaftliche Tatsachen, nicht mehr einfach vom Tisch wischen können. Es bliebe dann nur das Bedauern, über die vielen hoffnungsvollen Collies, welche wegen einem CRH-Befund nicht in der Zucht eingesetzt werden konnten. In den allermeisten Ländern darf man ja mit Collies, welche eine CRH haben, uneingeschränkt züchten, so dass der Collie sicher nicht ausstirbt. Seinen wir deshalb zuversichtlich, der Bluemerl wurde in jüngster Zeit auch unberechtigt verfolgt (siehe Fell-Farben Geschichte) und hat es zum Glück überlebt.... |
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| Einige Organisationen für
Ophthalmologie (Liste nicht vollständig) |
EUROPÄISCHE ORGANISATIONEN
- ECVO European College of Veterinary Ophthalmologists
- ESVO European Society of Veterinary Ophthalmology
DEUTSCHLAND
- FCAO der DVG Fachgruppe Chirurgie, Anästhesiologie und Ophthalmologie
- DOK- Dortmunder Kreis - Gesellschaft
für Diagnostik genetisch
bedingter
Augenerkrankungen bei Tieren e.V.
- DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
FRANKREICH
- GEMO Groupe d`Etude en Maladies Oculaires
- SFEROV Société Française d`études et de recherches en ophtalmologie vétérinaire
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GROSSBRITANNIEN (U.K.)
- BRAVO British Association of Veterinary Ophthalmologists
ITALIEN
- SOVI Società di Oftalmologia Veterinaria Itali
USA
- ACVO AMERICAN COLLEGE OF VETERINARY OPHTHALMOLOGISTS
- ASVO American Society of Veterinary Ophthalmology
- CERF Canine Eye Registration Foundation
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