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Kleines Genetik Glossar in welchem sie die wichtigsten Begriffe unserer kurzen Einführung wieder finden.
 
Ahnenverlustkoeffizient
Ein Mass für den Verlust an genetischer Vielfalt, infolge mehrfach vorkommender Ahnen . (Abk. = AK)
   
Allele
Ein Allel ist eine der möglichen Ausprägungen eines Gens an einem bestimmten Genort. Für die allermeisten Genorte gibt es mehr als eine Ausprägungsform. Alle Allele zu einem Genort werden als Allel-Serie zusammengefasst. Schreibweise: zwei gleiche Buchstaben, entweder zwei Grossbuchstaben (z.B. «AA»), ein Gross- und ein Kleinbuchstabe (z.B. «Aa») oder zwei Kleinbuchstaben (z.B. «aa»).
 
Allelfrequenz
Häufigkeit eines bestimmten Allels in einer Population. (Die Frequenz geschlechtsgebundener Allele lässt sich im hemizygoten Geschlecht direkt erkennen!)
 
autosomal
Geschlechts unabhängig, die Vererbung ist nicht an das Geschlecht des Nachkommen gebunden, sondern verteilt sich auf beide Geschlechter gleichermassen.
 
Autosomen
Chromosomen, deren Typus und Anzahl in beiden Geschlechtern die gleichen sind.
 
C-Wert
Kennzeichnung des Zellkern-Status durch Angabe der Anzahl Chromatiden (=C-Wert) eines Chromosomenpaares. (2C und 4C während des mitotischen Zellzyklus; C, 2C und 4C während der Meiose)
 
Centrosom
Im Cytoplasma aller eukaryotischen Zellen enthaltenes, für die Zellteilung wichtiges Material.
 
Centromer
Bereich wo zwei Schwesterchromatiden miteinander verbunden sind.
 
Centrosom
Organell, welches zwei senkrecht zueinander liegende Centriolen sowie viele weitere Komponenten (z.B. gamma-Tubulin) enthält. Organisationszentrum des Spindelapparat während der Zellteilung. Organisiert während der Zellteilung die Spindel.
 
Centriolen
Siehe Centrosom, Organische Zellen haben in der Regel zwei Centriolen, welche an der Bildung des Spindelapparates beteiligt sind
 
Chiasma
Überkreuzung von Chromatiden als Folge von Crossover während der Meiose.
 
Chromatide
Eine der beiden Längseinheiten eines Chromosoms, die während Pro- und Metaphase von Mitose und Meiose (RT II) sichtbar werden (man spricht auch von Schwesterchromatiden). Die beiden Stränge werden nach der Trennung als Tochterchromosomen bezeichnet.
 
Chromatin
Bezeichnung für das färbbare Material in Interphase-Kernen (DNA, RNA und stark basische Proteine).
 
Chromomer
Dunkel anfärbbare Verdickung in Prophase-Chromosomen. Diese sind in konstanten Abständen angeornet und markieren Stellen, an denen das Chromosom stärker spiralisiert ist.
 
Chromatinfaden
Komplex aus DNA und Protein, der die Chromosomen von Eukaryoten bildet.
 
Chromosom
Fadenartige, Gen tragende Struktur im Zellkern. Jedes Chromosom besteht aus einem langen DNA-Molekül und damit assoziierten Proteinen. Die Chromosomen entstehen zu Beginn der Kernteilung aus den Chromatinfäden des Chromatingerüsts, indem das DNA-Molekül dichter aufgewickelt wird. Jeder Chromatinfaden wird so zu einem Chromosom, einem stäbchenförmigen Gebilde, welches durch das Zentromer in zwei mehr oder weniger stark abgewinkelte Schenkel gegliedert ist. Die Chromosomenzahl ist für alle Lebewesen artspezifisch und konstant (Hund 78 Chromosomen). Die gerade Zahl ergibt sich aus der Tatsache, dass sie immer paarweise auftreten.
   
COI siehe Inzuchtkoeffizient
 
Crossing over
Überkreuzen der Nichtschwesterchromatiden homologer Chromosomen in der Prophase I der Meiose
 
Cytokinese
Der Fachbegriff für Zellteilung ist Cytokinese (auch: Zytokinese) sie ist der letzte Schritt nach der Telophase um die Mutterzelle in zwei voneinander unabhängige Kompartimente zu unterteilen.
 
Deletion
Ausfall, Fehlen eines Chromosomenabschnittes. Deletionen (und Duplikationen) entstehen durch Paarungsfehler und anschliessendes Crossing-over in nichthomologen Positionen. Auch einzelne Nucleotide können ausfallen, diese sind meist die Folge von Replikationsfehlern (vgl. Insertion).
 
Diakinese
Letztes Stadium der Prophase der ersten meiotischen Teilung. Die Chromosomen verkürzen sich durch Kondensation weiter.
 
Diploidie
Auftreten von 2 homologen (mütterlichen und väterlichen) Chromosomensätze (2n) in den Kernen somatischer Zellen. (vgl. Haploidie)
 
Diplotän
Stadium der Prophase der ersten meiotischen Teilung, in der sich die 4 Chromatiden in je 2 zu trennen beginnen, jedoch an den Chiasmata noch verbunden sind.
 
DNA
Deoxyribo Nuklein Acid (engl. Acid = Säure) - Desoxyribonukleinsäure; Erbsubstanz. DNA enthält Desoxyribose als Zuckerbestandteil.
 
DNA-Sequenz
Basenabfolge auf dem DNA-Strang, welche die genetische Information enthält.
 
DNS
Deoxyribo Nuklein Säure - Desoxyribonukleinsäure; Erbsubstanz. DNA enthält Desoxyribose als Zuckerbestandteil.
 
Gen
Es beinhaltet alle Erbfaktoren, Sie sind jeweils paarweise an einem bestimmten Genort auf dem Chromosom vorhanden. Des Gen trägt alle Informationen welche es für bestimmten Genort braucht Die Gesamtheit aller Gene sind an das Chromosom gebunden und bilden den Bauplan für das gesamten Hund.
 
Genort (Locus)
Der Ort (Punkt) auf einem Chromosom, an dem sich das Gen befindet oder anders definiert die Position zweier Allele eines Gens auf einem Chromosom.
   
Genpool

Ein Begriff aus der Populationsgenetik und bezeichnet die Gesamtheit aller Genvariationen (Allele) einer Population. Die Population hat alle diese Allele zur Verfügung, um sich ihrer Umwelt optimal anzupassen. (auch Genschatz oder Genfundus )

 
Diploide Zelle
Zelle mit zwei Chromosomensätzen, von denen je einer von jedem Elternteil stammt.
 
Dominantes Gen
Dominanz - Manifestation eines Allels im heterozygoten Zustand. Ein Gen welches sich in den Vordergrund stellt. Es unterdrückt die Wirkung eines rezessiven Gens. Dominante Gene werden immer in Grossbuchstaben geschrieben.
 
Ein-Chromatid-Chromosom
Chromosom in der Telophase von Mitose und Meiose II
 
Filialgeneration
Tochtergeneration, Nachkommen (F1: erster Genertion, F2: zweite Generation, F3...)
   
Gamete
Keimzelle (Eizelle, Spermium)
 
Genom
Gesamtheit des Erbmaterials
 
Gendrift

Ein Begriff aus der Populationsgenetig und beschreibt die zufällige Verönderung der Genfrequenz innerhalb des Genpools einer Population . Er wird auch als Alleldrift oder Sewall-Wright-Effekt

 
Genotyp
Beinhaltet das gesamte Erbgut eines Hundes, sowohl die äusserlich Sichtbaren Elemente (Phänotyp) wie auch die versteckten inneren Elemente welche zwar nicht Sichtbar sind aber weitervererbt werden.
 
Gonosomen

geschlechtsbestimmende Chromosomen eines Chromosomensatzes (beim Säugetiere XX und XY)
 
Haploide Zelle
Zellen mit nur einem Chromosomensatz
   
Heterosis Kreuzungsvitalität, bei der Paarung genetisch verschiedener Tiere einer oder verschiedener Rassen, bedeutet für die Nachkommen erhöhte Lebenskraft .
 
heterozygot

bedeutet mischerbig, Allele an einem Genlocus sind auf den beiden Chromosomen eines Individuums unterschiedlich. An einem Genort haben die beiden Genteile nicht identische Informationen von Vater und Mutter.

 
Homologe Chromosomen
Die Chromosomen eines Paares, die in Länge, Centromerlage und Färbungsmuster übereinstimmen. Je eines wird vom Vater und von der Mutter geerbt.
 
homozygot
bedeutet reinerbig, Allele an einem Genlocus sind auf den beiden Chromosomen eines Individuums identisch. An einem Genort haben die beiden Genteile gleiche Informationen von Vater und Mutter.
 
interchromosomale Rekombination
zufallsmässige Anordnung und damit Mischung der elterlichen Chromosomen an der Äquatorebene bei der Meiose. Da hier mehrere verschiedene Chromosomen am Rekombinationsereignis beteiligt sind, nennt man das "inter".
   

Intermediären Erbgang

Intermediär kommt aus vom lateinischen Wort "intermedius" und hat die Bedeutung "dazwischenliegend". Es entsteht bei diesem Erbgang eine homogene Mischform beider Merkmale aus zwei verschiedenenen Genausprägungen. Bei der Merkmalsausprägung im Phänotyp werden beide Erbanlagen wirksam.
 
intrachromosomale Rekombination
Stückaustausch der elterlichen Chromosomen durch crossing-over bei der Meiose. Da dies nur innerhalb dieser zwei homologen Chromosomen stattfindet.
   
Inzuchtkoeffizient
Grad der Homozygotie bei Inzucht und anderen Engzuchtpraktiken. Sewell Wright hat eine mathematische Formel zur Berechnung des Verwandt-schaftsgrades aufstellt. Dieser Wrightsche Inzucht-koeffizient ist das Mass für den Verlust an genetischer Vielfalt infolge mehrfach vorkommender Ahnen . Die häufigste Abkürzungen sind IK oder COI.
   
Letalfaktor

Wenn doppelt dominant vererbte Gene bei den Nachkommen bewirken, das sie nicht lebensfähig sind, spricht an von einem Lentalfaktor (Letal = tödliche). Solche Lentalfaktoren gibt es bei jeder Spezies, sie sind eher selten weil alle genetischen Erscheinungen welche zum Tod führen, sich selten weiterverbreiten können. In der Zucht werden Verpaarungen welche zu einer solchen kritischen Verdoppelung von dominanten Genen zur folge haben können gemieden.

 
Meiose

Reifeteilung bei der Keimzellenbildung mit Reduktions- und Äquationsteilung (jeweils Pro-, Meta-, Ana-,Telophase).

   
Migration (Gen)

Die Populationsgenetik versteht uner Migration die Ein- und Abwanderung von Individuen zwischen verschiedenen Populationen einer Art.Dadurch findet ein Austausch zwischen den einzelnen Genpools der Populationen statt ( Genfluss ). Durch eine erhöhung der Migrationsrate kann Inzucht und die Homozygote in kleinen Potulationen vermindert werden. die Auswirkungen des Gendrifts wird ebenfalls reduziert.

 
mischerbig
An einem Genort befinden sich zwei unterschiedliche Allele. (siehe heterozygot)
 
Mitose
Zellteilungsprozess mit Pro-, Meta-, Ana-,Telophase, bei der jeweils Schwesterchromatiden getrennt und auf die beiden Tochterzellen verteilt werden.
 
Mutation
Bleibende Veränderung des Genmaterials
 
mRNA

messenger-RNA (Boten-RNA), Abschrift eines proteincodierenden Gens

 
Oocyten
Weibliche diploide Stammzellen, aus denen sich durch Meiose die haploiden Keimzellen (Eizellen) entwickeln.
   
Panmixie Begriff aus der Populationsgenetik, bedeutet das sich die Individuen innerhalb einer Population uneingeschränkt und mit gleicher Wahrscheinlichkeit paaren können.
 
Phänotyp
Das äussere Erscheinungsbild resultieren aus den genetischen Ausprägungen und den Umweltfaktoren eines Lebewesens. Dominante Gene welche für die äussere Erscheinung verantwortlich sind, sind im Phänotyp immer erkennbar, rezessive Gene nur dann, wenn sie reinerbig vorliegen.
 
Polygenie
= multifaktorielle Vererbung: wenn durch das Zusammenwirken mehrerer Gene, die entsprechenden Merkmale bestimmt werden (kann als Regelfall angesehen werden)
Der Anteil einzelner Gene ist nur durch quantitative Analyse möglich; hat bes. Bedeutung in der Tier- u. Pflanzenzüchtung
 
polygenischer Erbgang
Die Vererbung basiert auf mehreren Genen. Mehrere Gene an verschiedenen Loci bestimmen den Phänotyp. Dies sind sehr komplexe Vererbungsgänge.
 
Pleiotropie
Ein Gen kann sich auf die Ausprägung mehrere Merkmale auswirken. Viele Gene
beeinflussen verschiedene Merkmale zugleich
 
reinerbig:
An einem Genort befinden sich zwei gleiche Allele. (siehe homozygot)
 
rezessiv
Erbanlage (Allel eines Gens), welche durch die andere Anlage (das andere Allel des Gens) bei der Merkmalsausprägung überdeckt wird.
 
rezessiven Erbgang
Die Vererbung basiert auf einem Gen. Die Phänotypische Ausprägung tritt nur bei homozygoten Allelträgern zutage.
 
RNA
Ribonucleinsäure; Unterschiede zur DNA: Ribose als Zucker, Uracil anstatt Thymin, einsträngig, wesentlich kürzer
 
Rückkreuzung
Testkreuzung mit dem homozygot rezessiven Elternteil
 
Selektion Auswahlverfahren in der Fortpflanzung von Lebewesen. Man unterschiedet zwischen, natürlicher, sexueller und künstlicher Selektion. (Link)
   
Spermatocyten
Männliche diploide Stammzellen, aus denen sich durch Meiose die haploiden Keimzellen (Spermien) entwickeln.
 
Spermien-Mutterzellen
Die Spermien und Ei-Mutterzellen sind diploide Stammzellen, aus denen sich durch Meiose die haploiden Keimzellen (Spermien und Eizellen) entwickeln.
 
Spindelapparat
Spindelfasern im Zellkern, die die Chromosomen zu den Polen ziehen und sie trennen.
 
tRNA
transfer-RNA (Transport-RNA), kleine RNA-Moleküle, die bei der Proteinbiosynthese spezifische Aminosäuren binden und die zugehörigen mRNA-Codons erkennen.
 
Zwei-Chromatid-Chromosom

Chromosom mit zwei genetisch identischen Schwesterchromatiden (siehe auch: Ein-Chromatid-Chromosom)

 
Zytokinese
siehe Cytokinese
 
   
   
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