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| Von der Eizelle zum
Collie-Welpen |
Ein
Teil des zukünftigen Verhaltens eines Hundes wird
schon vor der Geburt geprägt. Es sind die genetisch
bedingten Eigenschaften welche somit auch über
Generationen zurückverfolgt werden können.
Wie gross dieser Anteil ist, war schon öfter die
Fragestellung von Untersuchungen. Es zeigt sich, dass
die Heritabilitäten von Wesensmerkmalen sehr schwierig
einzuschätzen sind. Die Selektion durch den Züchter
wird dann noch durch die Tatsache erschwert, dass die
Wesensmerkmale sowohl vom Rüden als auch von der
Hündin beeinflusst werden. Bei vielen Züchtern
setzte sich die Meinung durch, dass Einfluss der Hündin
dabei grösser ist als der des Rüden. Wobei
diese Erfahrung wahrscheinlich nicht genetisch bedingt
ist, sondern mehr durch ihre Rolle und der Anwesenheit
während der ersten 6-8 Wochen beeinflusst wird.
Eine furchtsame, nervöse oder aggressive Mutter
zieht oft Welpen mit gleichen Problemen gross und dies
unabhängig von ihrer genetischen Veranlagung. Dieser
Effekt zeigt sich besonders wenn der Züchter sich
nicht einmischt. |
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Ausführliche Laborversuche durch Herr Dr. Fox haben 1978 belegt, dass schwangere Hündinnen, die Stress ausgesetzt waren oder unter bestimmten Medikamenten standen, Nachwuchs hervorbringen, der emotional weniger stabil ist und dies auch, wenn die Welpen von "Pflege-Müttern" grossgezogen wurden, welche diesem Stress nicht ausgesetzt waren. Dr. Fox konnte auch feststellen, dass der Nachwuchs von Müttern, die gestreichelt und verwöhnt wurden, gutmütiger war. Somit entwickelt sich die Fähigkeit, zu fühlen, schon vor der Geburt. Die Welpen gewöhnen sich an den Kontakt im Uterus, wenn die Mutter gestreichelt wird und reagieren darauf, in der späten Schwangerschaftsphase. Das lässt den Schluss zu, dass Welpen von Müttern, welche in einer freundlichen, stressfreien Umgebung leben, einen besseren Start in das Leben bekommen. Der Züchter und sein Umfeld hat somit bereits während der Tragzeit der Hündin, einen wichtigen Einfluss auf das Wesens-Rüstzeug, welches die Welpen bei ihrer Geburt mitbringen. |
| Im Vergleich zu andern Haustieren gibt es bei Hunden eine Besonderheit beim Zeitpumkt der Eizelle Befruchtung. So beginnt die Reifeteilung (Meiose), welche das Ei erst befeuchtbar macht, bei den meisten Säugetieren wie auch beim Menschen bereits vor dem Eisprung. Das Eis ist dann nach dem Eisprung höchstens 24h befruchtungsfähig. Beim Hund setzt die Meiose (Reifeteilung) erst nach der Ovulation (Eisprung) ein. Aus diesem Grunde muss die Eizelle noch 2-3 Tage im Eileiter bleiben, bis sie befruchtungsfähig ist. Die Eizellen sind dann für ca. 48 bis 72 Stunden befruchtbar. Die Hündin zeigt ihre Deckbereitschaft oft bereits vor dem Eisprung an. Die Spermien bleiben jedoch in den weiblichen Genitalien im Normalfall mindestens eine Woche lebensfähig. Es ist somit praktisch unmöglich, den genauen Befruchtungszeitpunkt anhand des Decktermins zu bestimmen. |
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| Die Welpenentwicklung
im Mutterleib |
| Vor der Einnistung
in die Gebährmutter |
| Zeit seit der Befruchtung
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Entwicklungsschritt |
| 0 Tage |
| Mit dem Verschmelzen der Eizellen und den Spermien, welche je einen Chromosomensatz in sich tragen (haploide Zelle), entstehen Zellen mit einem doppelten Chromosomensatz (diploiden Zelle) welche Zygote genannt wird. |
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| + 4 Tage |
Die
erste Zellteilung hat stattgefunden, das Ei hat
sich in zwei Zellen geteilt |
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| + 5 Tage |
Die
zweite Zellteilung hat stattgefunden, es sind
jetzt 4 Zellen vorhanden |
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| + 6 Tage |
Durch
eine dritte Zellteilung erhöt sich die Zahl
der Zellen auf 8 |
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| + 8 Tage |
Das
Morulastatlium ist durch zelluläre Teilung
von bis zu 16 oder 32 Zellen gekennzeichnet. Während
der Entwicklung der Morula produzieren die Gelbkörper
(Corpora lutea) der Eierstöcke Progesteron,
um die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium)
für die Einnistung der befruchteten Eizelle
vorzubereiten. |
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| + 8 bis 9 Tage |
Die
Morula wandert in das Gebärmutter-horn und
von da in den Uterus |
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| Übergang in das
embryonale Stadium |
| Zeit seit der Befruchtung |
Entwicklungsschritt |
| + 15 Tage |
| Ein
Blastozyst hat sich gebildet, das Ovum hat eine
neue Form als Hohlkörper angenommen, bewegt
sich noch frei im Uterus |
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| + 16 bis 17 Tage |
Die
Morulae rücken auseinander und beginnen
sich in den Wänden der Gebärmutterhörner
einzunisten. Im Idealfall sind sie gleichmässig
verteilt, Überfüllung führt zu
schlechten Entwicklungschancen und bei der Geburt
zu schwachen Welpen. Sie nisten sich in der
Gebärmutterwand ein. |
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| + 18 Tage |
Die
Morula, welche nun aus Hunderten von Zellen
besteht, kann nun als Embryo bezeichnet
werden. Er hat ein Grösse von etwa
1 cm im Durchmesser |
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| + 20 bis 21 Tage |
In
diesem Stadium wird das zentrale Nervensystem
gebildet. In den folgen-den 2 Wochen wird der
Embryo seine Form stark verändern, es sind
die wahrscheinlich entscheidensten Wochen für
die Entwicklung zu einem gesunden Welpen (20-34
Tag) |
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| + 23 Tage |
Der
Kopf hat begonnen, sich zu entwickeln und es bilden
sich winzige Knospen, aus denen schliesslich die
Vorderbeine werden. Gehirn und Wirbelsäule
entwickeln sich. |
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| + 24 Tage |
Die Knospen der Hinterbeine entwickeln sich einen Tag
später, ebenso die ersten Zeichen der Augen. Der
Embryo beginnt den Kopf nach vorn zu neigen, rollt sich
in die klassische Fötenstellung zusammen. |
| + 25 bis 28 Tage |
Während dieser Zeit bilden sich die inneren
Organe. Die fötale Zirkulation hat sich entwickelt
und das Herz schlägt. Die Ohren erscheinen
am 26. Tag. Augenlider und Tasthaare bilden sich
am 27. Tag und die Beine, Füsse und Zehen
sind deutlich erkennbar, obwohl die Füsse
zu diesem Zeitpunkt noch schwimmhäutig sind.
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| + 28 Tage |
Vom ersten bis zum 28. Tag ist
der Embryo von einem Durchmesser von 250 µm auf
eine Länge von 20 mm herangewachsen. Am 28. Tag
hat der Embryo eine ovale Form und wiegt ungefähr
0,75 g. |
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| Übergang in das
fötale Stadium |
| Zeit seit der Befruchtung |
Entwicklungsschritt |
| + 29 bis 32 Tage |
Männliche
und weibliche Sexualmerkmale werden sichtbar,
die Augenlider schliessen sich. Welpen, die unter
den geschlossenen Lidern keine Augen haben, würden
in dieser Zeit missgebildet. |
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| + 29 bis 32 Tage |
In dieser Zeit wird aus dem Embryo ein Fötus.
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| + 35 bis 44 Tage |
Bei
der Hündin kann man eine Vergrösserung
des Bauchumfangs feststellen, wenn ein Wurf durchschnittlicher
Grösse vorhanden ist. Die Zitzen beginnen
sich zu vergrössern und heben sich ab. |
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| + 45 bis 55 Tage |
Schnelles
Wachstum des Fötus. Wenn die Hündin
einen durchschnittlichen oder grossen Wurf trägt,
kommt es zu Faltung der Gebärmutterhörner,
wodurch sich ihre äusseren Linien drastisch
verändern. Diese Veränderung wird nicht
sichtbar, wenn nur zwei bis drei Welpen vorhanden
sind. Aus den Zitzen kann man einen wachsartigen
Pfropfen drücken, gefolgt von wässriger
Flüssigkeit. Die Knochen der Föten lassen
sich aufgrund der Kalkansammlung auf dem Röntgenschirm
erkennen. |
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| + 57 Tage |
Lebensfähige
Welpen können geboren werden. Die letzten
vier Wochen in der Gebärmutter dienen zur
stärkeren Ausprägung der Merkmale, entwickeln
die Körpersysteme in richtigem Verhältnis
zur Plazenta. Einige geradezu dramatische Veränderungen
dieses Systems zum Zeitpunkt der Geburt verlaufen
äusserst schnell. |
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| + 63 Tage +/- 4 Tage |
Ende der Trächtigkeit
Die allgemein gültige Tragzeit
einer Hündin beträgt 63 Tage. Die durchschnittliche
Tragdauer einer Hündin beträgt gemäss
jüngeren Untersuchungen zwischen 62 und 66 Tage.
Wobei Tragzeiten zwischen 58 und 70 Tage möglich sind. Bei grossen Würfen verringert sich die Tragzeit, geringe Welpenzahl verlängert sie. Dies erklärt auch die höhere Mortalität bei grossen Würfen, da die Welpen in den letzten Tagen vor allem Energiereserven in Form von Leberglykogen anlegen.
Das Ende der Trächtigkeit wird durch einen Progesteronabfall (ca. 1 ng/ml) eingeleitet. Dies geschieht etwa 12-40 h vor der Geburt des ersten Welpen. Dieser Hormonabfall manifestiert sich bei der Hündin, durch einen sinken der Körpertemperatur auf unter 37.2 Grad Celsius. Innerhalb von 24h nach diesem Temperaturabfall sollte es zur Geburt kommen. Zu diesem Zeitpunkt steigt dann die Temperatur der Hündin wieder an. Aus diesem Grund beginnen wir, so um den 55. Tag nach dem ersten Deckakt, mit einer regelmässigen Temperaturmessung (dreimal Täglich).
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| Die ersten Sekunden ausserhalb des Mutterleibes des Welpen.... |

Das Welpen Aisha of YVEN-Collies ist noch in der Fruchtbalse, Morgana nabelt das Welpen ab und befreit sie von der dünnen Fruchtblasenhaut |
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